Am 6. Spieltag empfing die Reserve der SG Wasser/Kollmarsreute den Liga-Neuling aus Wasenweiler, der bis dahin mit 0 Punkten am Tabellenende stand. Dass solche Spiele kein Selbstläufer sind, hat die Mannschaft in den letzten Jahren oft zu spüren bekommen. Höchste Konzentration war geboten. Im Vergleich zur Vorwoche musste Trainer Daniel Reisle einige Veränderungen vornehmen. Für die abwesenden bzw. angeschlagenen Alex Kuhn, Alex Groß und Eugen Schefer stellten sich Matthias Bürkle von der 1. Mannschaft, Stefan Malsch (nach Urlaub) und Marcel Skubb von den A-Junioren in die 4er-Kette, neu hinzu kam auch Christian Tornow von der 1., der im offensiven Mittelfeld spielte. Mit 3 Siegen im Rücken war das Ziel klar: ein sicherer und überzeugender Auftritt gegen den Tabellenletzten. Der Trainer forderte Pressing und viel Druck in der Anfangsphase. Zu Beginn der Partie funktionierte dies noch recht gut. Nach Balleroberung im Mittelfeld machte Fabian Hodel Tempo und wurde in der 6. Minute kurz vor dem Strafraum unsanft von den Beinen geholt. Er selbst legte sich den Ball zurecht und brachte den Ball gefühlvoll im oberen Toreck unter. Ein frühes Tor, was für freies Aufspielen hätte sorgen sollen, war vorgelegt. Jedoch verlor man in der Folgezeit vor allem defensiv den Faden und so folgte nur 8 Minuten später der Ausgleich, als die Innenverteidiger S. Malsch und M. Bürkle vom Rest der Mannschaft im Stich gelassen wurden und auch Torhüter Robin Gerber die eigene Unterzahl-Situation nicht mehr entschärfen konnte. Zu oft wurden in dieser Phase unnötige Dribblings versucht, schlampige Pässe auf kurzer Distanz gespielt und das geforderte Pressing vernachlässigt. Der Gegner bemühte sich jedoch nicht intensiv um Angriffe und so gab es für die SG auch keine weitere größere Gefahr.

Fabian Hodel hätte in dieser Aktion das 10:1 erzielen müssen
Man verbuchte deutlich mehr Ballbesitz, verlor aber vor dem Tor das Tempo und so verpufften einige Aktionen im Nichts. In der 34. Minute platzte der Knoten und der Torreigen war eröffnet. Mit einem Doppelschlag innerhalb von 4 Minuten brachten Shaban Gerber und C. Tornow mit ihrem ersten von jeweils 4 Toren die SG auf die Siegerspur. Kurz vor der Pause sah man im Strafraum fast schon einen Ballverlust von Sebastian Schütz, dem gegen 2 Spieler jedoch die Blitzidee kam und er den Ball zu C. Tornow spitzelte, der für das 4:1 zur Halbzeit sorgte. Fazit nach 45 Minuten: Klare Führung, kein gutes Spiel! Dies brachte auch Trainer Reisle mit deutlichen Worten rüber. Man könne und solle nun den Ball unbeschwert laufen lassen und für klare Aktionen sorgen. Die Mannschaft nahm sich die Ansprache zu Herzen, die 2. Hälfte sah spielerisch deutlich besser aus. Kurz nach Wiederanpfiff konnte C. Tornow nach einem Fehlpass des Verteidigers das 5:1 erzielen. Dann gab es allerdings wieder 20 Minuten der Unsauberkeit und die Gäste aus Wasenweiler konnten Druck auf die SG-Reserve aufbauen. Torhüter R. Gerber musste dabei ein paar Mal sein Können unter Beweis stellen. Der Mann des Tages sorgte dann für Entlastung der SG und dem K.O. für Wasenweiler. Shaban Gerber, der sich selbst in der Halbzeitpause noch einen mäßigen Tag attestierte, gelang innerhalb von 6 Minuten ein lupenreiner Hattrick. Die Tore sahen selbst bei Arjen Robben nicht besser aus: Tempo auf der Außenbahn, mit dem Ball nach innen gezogen, Vollpfund mit dem starken Fuß und drin! Mit 5 Torbeteiligungen hatte Shaban dann doch einen ganz starken Tag. C. Tornow tat es ihm gleich und erzielte mit dem 9:1 den Schlusspunkt und gleichzeitig seinen 4. Treffer und 5. Scorerpunkt in diesem Spiel. Das zweistellige Ergebnis hätte F. Hodel besorgen müssen, nach gelungener Einzelaktion versagten jedoch dem sonst so treffsicheren Kapitän vor dem Torwart die Nerven. Eine bessere 2. Halbzeit und eine starke SG Offensive sorgten somit für ein Schützenfest, dass bei mehr Konzentration und weniger Egoismus noch viel deutlicher ausgefallen wäre. Aber hier sei gesagt, dass dieses Spiel natürlich keine Messlatte für die eigene Leistung war. Dem Selbstbewusstsein tut das natürlich trotzdem gut und so geht es mit einer Serie von 4 Siegen in Folge am Tag der deutschen Einheit (03. Oktober) zum nächsten Sieg nach Prechtal.
AUFSTELLUNG
R. Gerber
Kern – M. Bürkle – Malsch – Skubb
Hodel – Eßmann (A. Groß )
Bockstahler (59. Neumann) -Tornow – S. Gerber
Schütz (69. T. Saier)
TORE
1:0 6., Fabian Hodel
1:1 14.
2:1 34., Tornow (Vorlage: S. Gerber)
3:1 38., S. Gerber (Vorlage: Bockstahler)
4:1 44., Tornow (Vorlage: Schütz)
5:1 49., Tornow
6:1 73., S. Gerber (Vorlage: Tornow)
7:1 75., S. Gerber
8:1 79., S. Gerber (Vorlage: M. Bürkle)
9:1 80, Tornow (Vorlage: Neumann)
KARTEN
Gelb: 65., Eßmann
