Der 10. Spieltag bescherte der SG-Reserve die erste Niederlage seit 6 Spielen und damit das Ende einer starken Serie. Gegen den letztjährigen Vize-Meister konnte man lange Zeit gut mithalten, musste sich jedoch am Ende aufgrund eigener Fehler geschlagen geben. Im Vergleich zur Vorwoche kamen Robin Gerber, Henning Bürkin und kurzfristig Eugen Schefer (Daniel Kern beklagte Schmerzen während des Warmmachens) in die Mannschaft. Trainer Daniel Reisle verwies in der Kabinenansprache auf die eigene Statistik und dass man mit einem Sieg ganz oben stehen würde. Dafür wären jedoch 100% von jedem Einzelnen notwendig. Die Mannschaft begann gut und konnte sich einige Male über die Außenbahnen nach vorne arbeiten. In der 6. Minute gab es den ersten konkreten Angriff, als Fabian Hodel auf halblinks viel Platz nach vorne hatte, seine Flanke in den Strafraum aber an Torjäger Christian Tornow vorbei flog. Man versuchte, wie immer, den Gegner nach einem Abschlag unter Druck zu setzen. Es war allerdings schon früh zu erkennen, dass das Stellungsspiel im Mittelfeld nicht gut funktionierte. So war der zurückfallende Stürmer der Eintracht oftmals eine freigelassene Anspielstation. Mit laufendem Spiel verlor die SG zunehmend den Faden und die Halbzeit wirkte wie eine Kopie von der ersten Hälfte gegen Freiamt. Nur mit verkehrtem Ergebnis.
Nach 25 Minuten fiel die verdiente Führung der Heimmannschaft. Im Mittelfeld wurden die Zweikämpfe nicht angenommen, über 3 Stationen wurde der Ball zum Stürmer im Strafraum durchgesteckt, der Robin Gerber keine Chance ließ. Anschließend fand die SG nur defensiv statt und man schleppte sich zur Halbzeitpause. Die Ansprache vom Trainer war kurz aber deutlich. Die Mannschaft reagierte und zeigte 20 Minuten lang ihre starke Phase. In der 47. Minute spielte sich Stefan Malsch mit einem Doppelpass über Fabian Hodel durchs Mittelfeld, legte den Ball für Christian Tornow auf, dieser glich mit einem satten Schuss ins lange Eck zum 1:1 aus. Die SG war nun spielbestimmend und ließ den Ball sicher durch die eigenen Reihen laufen. Nach einigen Vorstößen über die Flügel, konnte S. Malsch in der 60. Minute die Führung erzielen. 35m vor dem Tor fing er einen Pass ab und versuchte es mit einem langen Heber. Der Ball wurde ,,immer länger‘‘ und zur Überraschung aller flog er über den 1,90m großen Keeper ins Tor. Das Spiel war gedreht, Ballsicherheit war da, die Bahn zur Tabellenführung frei. Absolut unerklärlich, wie die Reserve das weitere Spiel gestaltete. Nach 65 Minuten drehten sich die Verhältnisse komplett und die SG versuchte nur noch das Ergebnis zu verwalten. Auf eigenen Ballbesitz legte man kaum noch Wert, Bälle wurden weggeschlagen, in der Hoffnung, der Schiedsrichter würde bald abpfeifen. So kam es in der 71. Minute zum Ausgleich, als die SG nach einem Ballverlust nicht umschaltete, ein Freiburger Spieler links außen bedient wurde und dieser den Ball zum einschiebenden Stürmer in den Strafraum legte. Die Spieler, die noch versuchten ihrer Defensivarbeit nachzukommen, warfen alles Mögliche in Ball und Gegner, um noch Schlimmeres zu verhindern. Mit dem 2:2 hätte man sich aufgrund des gesamten Spielverlaufes auch zufrieden gegeben, aber die Eintracht nutzte die restliche Zeit und die haarsträubenden Fehler der SG gnadenlos aus und erzielte 4 Minuten vor regulärem Ende die erneute Führung. An der Mittellinie ein Ballverlust, steiles Zuspiel auf den Stürmer, dieser aus spitzem Winkel zum 3:2. Somit war die Serie nach 6 Siegen gerissen und in der Tabelle musste man den Gegner passieren lassen. Ein Punkt wäre absolut möglich gewesen, der Gegner war nicht übermächtig. Allerdings ist die Niederlage aufgrund von 70 Minuten fehlerhaftem Stellungs- und Zusammenspiel dann doch verdient. Die gesamte 2. Mannschaft muss es dringend wieder hinbekommen, eine Partie mit den eigenen spielerischen Fähigkeiten in die richtige Richtung zu lenken und sich dabei nicht von 2-3 Fehlpässen oder z.B. dem Schiedsrichter aus dem Konzept bringen lassen. Es kommen noch 19 Spiele, in denen die Mannschaft beweisen wird, dass sie es besser kann. Man wird nun einer intensiven Trainingswoche nachgehen, um kommenden Sonntag im Heimspiel gegen den FV Sasbach eine neue Serie zu starten.
Gerber
E. Schefer (81. Kern) – Speitel – M. Bürkle (90. Schütz) – H. Bürkin
Malsch – Eßmann (68. Neumann)
Bockstahler – Hodel – Rieger
Tornow
TORE
1:0 25.
1:1 47., Tornow (Vorlage: Malsch)
1:2 60., Malsch
2:2 71.
3:2 86.
KARTEN
Gelb 94., Malsch
Stefan Malsch
