Am 24. Spieltag gab es in Wasser das Topspiel der Kreisliga B8 zu sehen, bei dem die punkgleichen Sportfreunde Eintracht Freiburg zu Gast waren. Der Verlierer dieser Partie hätte es mit Sicherheit schwer gehabt, noch einmal ganz oben anzugreifen. Nachdem die SG bisher alle Duelle gegen die Freiburger verloren hatte, war man umso motivierter, den Gästen die Grenzen aufzuweisen. In dieser Partie gab es erstmals das „doppelte Schneiderlein“ mit den Brüdern Manuel und Dennis als Außenverteidiger, außerdem stieß Shaban Gerber wieder zur Mannschaft. Vom Anpfiff weg holte sich die SG Ball- und Passsicherheit und ließ den Gegner erst mal nur zuschauen. Man merkte recht früh, dass die Eintracht ungewohnt passiv agierte und die SG ein paar Mal ohne große Gegenwehr ins Spiel kommen ließ. So gab es bereits nach 8 Spielminuten eine Riesenchance zum 1:0. Shaban Gerber eroberte in der eigenen Hälfte den Ball und dann ging es schnell. Christian Tornow startete in der eigenen Hälfte zu einem Sprint, S. Gerber spielte ihm einen langen Ball in den Lauf. Allein gelassen rannte er auf das Tor zu und erreichte das Anspiel noch vor dem Keeper, der den Abschluss jedoch noch leicht aber entscheidend berührte und der Ball so äußerst knapp am Tor vorbeirollte.

Dennis Schneider in Aktion
Nur kurz darauf hatte M. Schneider ebenfalls die Möglichkeit zur Führung. Nach einem Eckball lag ihm allerdings etwas überraschend der Ball vorm Fuß, sein Torschuss ging am Tor vorbei. Die SG spürte, dass einiges möglich war in dieser Partie. Leider musste man in der 27. Minute einen herben und unverhofften Dämpfer hinnehmen. Die SG gewann ein Laufduell in der eigenen Hälfte. Den Ball dann zum Torhüter zurückspielen zu wollen war die falsche Entscheidung, der Stürmer bedankte sich und traf ohne Probleme zum 1:0. Das war sogleich die einzige konkrete Aktion des Gegners auf das Tor von Jan Reinbold, der ansonsten einen ruhigen Tag erlebte. Dieses Gegentor riss die Mannschaft aus ihrer Struktur und das Spiel begann ruppig zu werden und der Schiedsrichter musste des Öfteren das Spiel unterbrechen. Die Gäste ruhten sich auf der Führung aus und die SG nahm sich leider bis zur Halbzeit selbst aus dem Spiel. In der Pause versuchte Trainer Daniel Reisle den Ärger über das Gegentor und das teils harte Einsteigen des Gegners aus seinen Spielern herauszubekommen. Er motivierte sie, sich nochmal zu 100% reinzuhängen und alles gegen eine Niederlage zu geben. Vom Spielverlauf her ähnelte die 2. Hälfte den ersten 45 Minuten, die SG machte das Spiel, die Freiburger gaben sich mit langen Bällen und wenig Spielaufbau zufrieden. So kamen die Hausherren zu weiteren dicken Chancen. In der 60. Minute fast der Ausgleich. Freistoß 25 Meter zentral vor dem Tor. Kapitän Fabian Hodel legte sich die Kugel zurecht und knallte diese mit dem Vollspann in Richtung Tor. Der Schuss wäre millimetergenau im Winkel eingeschlagen, wenn nicht der bis dahin unsicher wirkende Torhüter seine Pranke ausgepackt und den Schuss noch zur Ecke geklärt hätte. Doch nur kurz darauf sorgte S. Gerber für die Erleichterung. Wieder ein Eckball, nach kurzem Chaos lag der Ball vor seinem Fuß, er zog direkt ab und traf flach ins rechte Eck. Das Team spielte die Gäste an die Wand. Wenige Minuten nach dem Ausgleich ein typischer SG Angriff. D. Schneider hatte auf der linken Seite den Ball und schickte Marcel Neumann zur Grundlinie. Dort arbeitete er sich in den Strafraum vor, legte zurück zu C. Tornow, welcher den Ball nicht richtig traf und das Tor knapp verfehlte. Danach wurde es eklig auf dem Platz und gelbe Karten gab es fast im Minutentakt. Keine 2 Minuten ohne Spielunterbrechung. So endete diese Partie dann auch mit einem 1:1. Aufgrund des Spielverlaufes für die SG sicher ein wenig enttäuschend. Das Quäntchen Glück, welches die Mannschaft schon öfters in dieser Saison hatte, fehlte an diesem Tag. Dennoch ist der Punkt für den restlichen Saisonverlauf äußerst wichtig, gerade wenn man sich das Restprogramm der beiden Mannschaften anschaut. Mit der in diesem Spiel gebotenen Leistung wird die SG mit Sicherheit aus den restlichen 6 Spielen noch 18 Punkte holen. Das ist auch die absolute Pflicht, um weiter im Rennen um die Meisterschaft, welche spannender kaum verlaufen könnte, zu bleiben. Der Dreikampf des SV Kirchzarten, der SFE Freiburg und unserer SG kann bis zum letzten Spieltag andauern. Die nächste Etappe gilt es kommenden Sonntag um 13Uhr in Sasbach erfolgreich zu bestreiten.
Reinbold
M. Schneider – Speitel – Baar – D. Schneider
Malsch – Hodel
S. Gerber – T. Saier (57. L. Bürkle) – Neumann
Tornow
TORE
0:1 27.
1:1 68., Gerber
KARTEN
Gelb: Neumann, L. Bürkle, Malsch
Stefan Malsch SG W/K
